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SIV.NEWS 2016-1

MARKTTRENDS werden, dass es nicht zu Insellösungen kommt. Vielmehr müssen starke Partner gesucht werden, die z. B. das nötige Know- How oder eine erweiterte Mobilitätskette anbieten können. Das EVU vor Ort kann so als Mobilitätsprovider fungieren, was mit Versorgungs- und Mobilitätsleistungen eine starke Kundenbindung erlaubt. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, den Gedanken des EVU-Providers weiter- zuspinnen: wenn „Regionalität das neue Bio“ ist, wie VKU-Chefin Katherina Reiche es formuliert hat, dann ist eine Betonung der regionalen Bedeutung kleiner und mitt- lerer EVU ein wichtiger Faktor im zukünf- tigen Versorgungsmarkt. Das bedeutet aber auch, dass die Energiewende vor Ort aktiv vorangetrieben werden muss. Den Trend zur Eigenversorgung, z. B. durch Photovol- taikanlagen und Batteriespeicher, kann an dieser Stelle als interessantes Geschäftsfeld mit regionalem Charakter genannt werden – gerade vor dem Hintergrund sinkender Batteriepreise und in Hinblick auf zukünf- tige Netzstabilisierungsdienstleistungen. Demokratisierung Demokratisierung heißt weniger Groß- kraftwerke, dafür mehr dezentrale Anlagen in der Hand der Bürger. So einfach lassen sich die Entwicklungen der vergangenen und zukünftigen Jahre zusammenfassen. Auf den Punkt gebracht, bedeutet das aber auch, dass der Einfluss auf den Strommarkt nicht mehr auf einige wenige konzentriert ist, sondern vermehrt in Bürgerhand liegt. Das Konzept der „Energie in Bürgerhand“ hat in den letzten Jahren in der Form von Bürgerenergiegenossenschaften einen großen Zulauf erfahren. Neben den in einer andauernden Niedrigzinsphase attraktiven ökonomischen Rahmenbedingungen ist auch der Wille zur Mitbestimmung seitens der Bürger ausschlaggebend für den groß- en Erfolg der Energiegenossen. Diesen Or- ganisationen als verlässlicher Partner vor Ort mit Know-How und attraktiven Ange- boten vom Aufbau über den Betrieb bis hin zur Abnahme zur Seite zu stehen ist eine interessante Option mit regionalem Cha- rakter. Getreu dem Ansatz, dass Betroffene zu Beteiligten gemacht werden, kann mit Kooperationen auf Augenhöhe die Akzep- tanz unter den Bürgerinnen und Bürgern für notwendige Infrastrukturmaßnahmen aufgebaut werden. Digitalisierung Die Markteinführung des ersten Smart- phones ist gerade einmal acht Jahre her. In dieser kurzen Zeit haben digitale Techno- logien das Leben und Arbeiten nachhaltig verändert. Der moderne Prosumer erwartet von seinem EVU digitale Dienstleistungen. Diese Anspruchshaltung wird sich zukünf- tig noch weiter ausprägen. Gerade vor dem Hintergrund der eingangs erwähnten sin- kenden Margen im Energievertrieb müssen deshalb klassische Abrechnungs- und Ver- tragsprozesse nicht nur effizient und trans- parent sein, sondern optimalerweise auto- matisiert im Hintergrund ablaufen. Somit sind effiziente Geschäftsprozesse die not- wendige Bedingung für freie Kapazitäten, welche dann zur Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle genutzt werden können. Der Einfluss digitaler Innovationen wird bisher bekannte Strukturen neu ordnen und alte Denkweisen obsolet machen. Daraus folgt, dass sich auch das Rollenver- ständnis vieler EVU wandeln muss – weg von der reinen Versorgung hin zu einem regionalen Provider rund um Versor- gungsdienstleistungen. Mit einem solchen Rollenverständnis können neue Geschäfts- felder entwickelt werden, die sich vom smarten Zähler über das vernetzte Haus bis hin zum bedarfsorientierten Mobilitätsver- halten erstrecken. Mit der anstehenden Ein- führung intelligenter Zähler und smarter Technologien im häuslichen Umfeld sowie der Erfüllung rechtlicher Vorschriften an IT-Sicherheit und Datenschutz muss IT zu einer Kernkompetenz werden. Dezentralisierung, Demokratisierung und Digitalisierung sind Trends, welche die Energiewirtschaft und deren Geschäftsmo- delle nachhaltig verändern werden. Die reine Belieferung mit Energie wird dabei immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden. Um den wachsenden Anforde- rungen gerecht zu werden und die Chancen nicht zu verschlafen, sollten EVU die eigene Lage strategisch analysieren und mögliche Handlungsfelder identifizieren, um strate- gische Partner zu gewinnen und Koopera- tionen eingehen zu können. (dv) Dr. Dieter Varelmann Marketing- und Strategieberatung info@varelmann-online.de Dr. Dieter Varelmann >> ANZEIGE › Flexible Kassenzeiten und Zahlungsmöglichkeiten › Entlastung der Mitarbeiter von allen manuellen Kassier- vorgängen › Mehr Zeit für die Beratung › Sicherheit im Kassenwesen › Datenaustausch über Schnitt- stelle zum Abrechnungs- system kVASy® › Effizientes Cash-Recycling › Aufladen von Guthaben für Prepaymentzähler Für weitere Informationen: Telefon +49 7159 4009-0 info@hess.de Mehr Service und Sicherheit für Ihr Kundenzentrum HESS Cash Systems GmbH & Co. KG Robert-Bosch-Straße 30 71106 Magstadt | Germany Telefon +49 7159 4009-0 Telefax +49 7159 4009-118 info@hess.de | www.hess.de Fällige Beträge am Kassenautomaten bezahlen Besuchen Sie uns auf der E-world 2016 Halle 3 | Stand 3-571 17SIV.NEWS 1/2016 Telefon +4971594009-0 Telefon +4971594009-0 Telefax +4971594009-118

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