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Erneuerbare Energien brauchen intelligente Netztechnologien

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland von 5 % auf 16 % mehr als verdreifacht – eine Dynamik, die selbst Experten noch im Jahr 2000 nicht für möglich gehalten hätten. Motor der Entwicklung war und ist das EEG, dessen drei Grundpfeiler – der Einspeisevorrang erneuerbarer Energien, die 20-jährige Vergütung zu technologiespezifischen Einspeisetarifen sowie die vorgesehene jährliche Degression der Tarife – eine nachhaltige Marktdurchdringung befördert haben. Zunehmend entstehen in den Konzessionsgebieten der Stadtwerke viele kleine dezentrale Stromerzeugungsanlagen, die durch multidirektionale Lastflüsse geprägt sind. Im September 2010 hatte allein die Photovoltaik-Einspeiseleistung die 10 GW-Marke überschritten.

Angesichts dieser enormen Potenziale vollzieht sich ein spürbarer Paradigmenwechsel in der Energieversorgung. Die energie- wirtschaftlichen Ausbauszenarien zeigen, dass die nicht vermeidbaren Erzeugungsschwankungen durch ein intelligentes Energiemanagement ausgeglichen werden müssen. Nur so lässt sich eine variable, primärenergieunabhängige Stromerzeugung gewährleisten. Zugleich können und müssen dezentrale Anlagen zukünftig Netzdienstleistungen bereitstellen, um durch eine wirksame Spannungs- und Frequenzhaltung die Netzstabilität zu gewährleisten. Dies beinhaltet auch die aktive Beteiligung von EEG-Erzeugungsanlagen an der dynamischen Netzstützung – etwa im Rahmen einer optimierten Blindleistungsbereitstellung.

Dezentrale Einspeisung: Durchgängig integriert und vollständig automatisiert

Das Energienetz der Zukunft bedarf kluger Lösungen zur durchgängigen Automatisierung und Integration einspeisungs- relevanter Prozesse – eine Herausforderung, der sich gerade IT-Dienstleister mit verstärktem Engagement stellen müssen. Zur souveränen Erfüllung aller Vergütungs-, Prognose- und Berichtspflichten nach dem EEG und KWK-G gilt es, die komplexen Wechselwirkungen zum zugrunde liegenden Managementinformationssystem sowie zum verbundenen Debitoren- und Energiedatenmanagement (inklusive MaBiS) zu berücksichtigen. Sowohl die Bundesnetzagentur als auch die Übertragungsnetz- betreiber fordern ein zyklisches Reporting zu den Anlagenstamm-, Bewegungs- und Abrechnungsdaten, die grundsätzlich in den dafür bereitgestellten Excelvorlagen zu kommunizieren sind. Gleichzeitig reichen in Anbetracht der wachsenden Anzahl dezentraler Einspeiser die vorhandenen, oft selbst entwickelten Excellösungen häufig nicht mehr aus, um eine professionelle Abarbeitung des stetig wachsenden Datenvolumens zu gewährleisten.

Als ganzheitlicher Lösungsanbieter für die Versorgungswirtschaft hat die SIV.AG bei der Entwicklung ihres marktreifen Moduls kVASy® - Einspeisung auf die zusammenhängende und prozessorientierte Abbildung und Abrechnung der dezentralen Stromerzeugungsanlagen gesetzt. Dabei war es ihr in erster Linie wichtig, eine einheitliche, einfache und nachvollziehbare Umsetzung zu gewährleisten – auf Basis der ihrem System immanenten integrierten Datenhaltung. Mit einem für alle Anwender zugänglichen Template werden alle aktuell verbindlichen Vergütungskategorien realisiert. Aufbauend auf den Anlage- und Abrechnungsdaten ist ein umfassendes Reporting möglich. Neben der Abbildung der eingespeisten Energie wird auch die Abrechnung von Messeinrichtungen für die Erzeugungsanlagen bzw. Netz- kopplungspunkte berücksichtigt.

Für den Anwender ergeben sich durch die durchgängige Integration die folgenden Mehrwerte:

•    Gleichbehandlung von Geschäftsvorfällen aufgrund definierter einheitlicher Stammdaten
•    Erhöhter Automatisierungsgrad und daraus erwachsend – eine größere Prozessgeschwindigkeit
•    Einheitliches, standardisiertes Reporting entsprechend der Anforderungen der Bundesnetzagentur sowie des Übertragungsnetzbetreibers

Intelligent vernetzt: Smart Grids

Smart Grids eröffnen umfassende Perspektiven zur Vernetzung aller dezentralen Anlagen (steuerbare Erzeuger, Versorger, Speicher) sowie zur Einbindung aller Netznutzer im Rahmen innovativer Smart-Metering- und Smart-Home-Technologien. Sie ermöglichen damit nicht nur ein intelligentes Energiemanagement in regelbaren, dezentralen Versorgungsstrukturen, sondern leisten auch ihren Beitrag für einen optimierten Betrieb und Ausbau der Verteilnetze. Eine direkt auf die Spezifika der dezentralen Einspeisung zugeschnittene integrierte Lösung unterstützt Stadtwerke bei der Umsetzung der energie- wirtschaftlichen Trias aus Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltver- träglichkeit.